Der heutige Tag verspricht prächtig zu werden! Oder?

06.30 Uhr. Wie jeden Morgen sitze ich mit einem Cafi in der Hand am Küchentisch, noch etwas verschlafen und lese die Zeitung. Mein typisches Morgenritual. Doch während ich lese, wird mir bewusst: In den ersten 20 Minuten meines Tages prasseln 23 schlechte Nachrichten auf mich ein. (Ja, ich habe sie gezählt).

Skandal beim VBS, systemische Bremsprobleme bei Güterzügen, ein massiver Stromausfall in Chile, Deutschland nach der Wahl, Trump hat gesagt, Trump hat getan - und der Papst ist immer noch krank. Ich seufze, lege die Zeitung kurz weg und blicke aus dem Fenster. Draussen? Die Welt wirkt friedlich. Die ersten Amseln zwitschern den Frühling herbei. Ihnen ist es völlig egal, was in der Welt passiert. Doch auf dem Papier und im Bildschirm dominiert das Chaos.

Dabei muss das nicht so sein. Wäre es nicht schön, zwischendurch auch gute Nachrichten zu lesen? Eine kleine Verschnaufpause zwischen all den Katastrophen? Natürlich verkaufen sich schlechte Nachrichten besser. Sie triggern Urinstinkte, schüren Ängste, bereiten uns – theoretisch – auf Gefahren vor. Aber mal ehrlich, wann hat mich die Meldung über einen Wirtschaftsskandal in Übersee je direkt betroffen? Abgesehen von einem kurzen Moment des Ärgers geht mein Tag weiter wie gewohnt.

Wäre es nicht grossartig, wenn Zeitungen eine feste Regel einführen würden: Auf jede Hiobsbotschaft folgt eine positive Meldung? In etwa so: "Schwere Unwetter verwüsten Kleinstadt – aber Nachbarn helfen sich gegenseitig beim Wiederaufbau." Oder: „Ein junges Start-up entwickelt eine klimafreundliche Verpackung, die Plastik ersetzen könnte.“ Oder: „Nach Jahren der Forschung gelingt es Wissenschaftlern, eine seltene Krankheit zu besiegen.“

Ein bisschen mehr Balance, das wäre doch was, oder? Und nicht nur in den Medien. Wir selbst haben Einfluss darauf, worauf wir unseren Blick lenken. Wir können gute Nachrichten teilen, kleine Erfolge feiern und uns nicht von der Negativität erdrücken lassen. Hoffnung und Zuversicht sind keinen Luxus – sie sind essenziell für die Zukunft.

Tatsächlich gibt es Plattformen, die sich genau diesem Prinzip widmen. «Good News Network», «Positive News» oder diese kleinen Randspalten in grossen Zeitungen, die von Alltagshelden erzählen. Leider sind sie oft so gut versteckt, dass man eine Lupe bräuchte, um sie zu finden. Dabei wären sie ein echter Stimmungsaufheller zwischen all den Weltuntergangsmeldungen.

Ich nehme noch einen Schluck Cafi und denke: Vielleicht lege ich die Zeitung einfach beiseite und geniesse das Pfeifen der Vögel. Denn heute verspricht der Tag ja prächtig zu werden. Oder?

Und jetzt Sie: Was war ihr Highlight heute? Teilen Sie eine positive Nachricht – vielleicht schaffen wir es auf 23. Einfach der Balance wegen!

Ich meinti

Hoffnung und Zuversicht sind kein Luxus – sie sind essenziell für die Zukunft.

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