a notebook/planner, next to a red glass and a pen

Heute läuft alles nach Plan. Fast.

Es gibt diese Tage, an denen man beim Aufstehen schon spürt: Heute wird nichts wie geplant. Dabei hatte ich alles im Griff. Wirklich alles.

Am Morgen mag ich keinen Stress. Ich bin kein Morgenmuffel im klassischen Sinne, nicht schlecht gelaunt, einfach etwas langsam. Ich brauche Zeit, um auf Touren zu kommen.

Wenn ich am nächsten Tag ein Seminar leite, bereite ich deshalb am Abend alles vor. Rucksack gepackt, das Laptop verstaut, die Flipcharts bereitgelegt. Die Zugverbindung ist so gewählt, dass ich eine Stunde vorher vor Ort bin. In Ruhe ankommen, einrichten - alles ist durchdacht.

Der Wecker klingelt um 05.15 Uhr. Ich drücke auf Snooze. Als ich schliesslich aufstehe, bin ich später dran als geplant. Also schnell duschen, anziehen und los. Keinen Kaffee, den gönne ich mir im Zug. Zeit habe ich ja. Denke ich.

Weil ich mehr zu tragen habe, gehe ich zu Fuss zum Bahnhof statt mit dem Velo. Ein Fehler, wie sich später zeigen wird.

Am Gleis die Durchsage: Der Zug ist auf dem Brünig stecken geblieben. Fällt aus. Ersatzlos gestrichen. Ich bin entsetzt. Was, wenn ich es nicht rechtzeitig schaffe? Panisch greife ich zum Handy, öffne die SBB-App und suche nach Alternativen. Der nächste Zug? Zu knapp. Also bleibt nur Plan B: zurück und mit dem Auto fahren.

Mit Rucksack und Flipchartrolle unter dem Arm renne ich zurück nach Hause und rufe gleichzeitig meinen Kollegen an, mit dem ich das Seminar leite. Ich erkläre ihm die Lage, während ich hektisch auf Google Maps meine neue Ankunftszeit berechne. Gott sei Dank. Laut Navi schaffe ich es rechtzeitig, zwar mit weniger Puffer, aber es könnte reichen. Ich bin erleichtert.

Im Auto stellt sich kurz so etwas wie Zuversicht ein. Ich habe reagiert und eine gute Lösung gefunden. Mir geht es fast schon wieder gut. Bis ich das Radio einschalte: Mehrere Autos sind im Sonnenbergtunnel ineinander gefahren, ein grosser Stau vor Luzern. Mist. Jetzt reicht es definitiv nicht mehr. Ich entscheide mich kurzentschlossen, fast schon verzweifelt, durch die Stadt auszuweichen. Viele andere offenbar auch.

Ich melde mich erneut bei meinem Kollegen. Er rät mir, tief ein- und auszuatmen. Das tue ich. Es hilft nur leider nicht, den immer zähflüssigeren Verkehr zu beschleunigen. Auch die Ampeln zeigen sich wenig kooperativ. Langsam beginne ich zu schwitzen. Alles dauert länger als je zuvor. Endlich kann ich wieder auf die Autobahn einbiegen. Ich bin erleichtert. Ich gebe Gas – und im selben Moment blitzt es. Ein Radar.

Mein Kollege ruft erneut an. Er ist schon da, hat parkiert und sagt: «Es hat noch genügend freie Parkplätze», du schaffst das.» Er bleibt ein Optimist.

Als ich ankomme, ist natürlich kein einziger Parkplatz mehr frei. Keiner! Jetzt ist mir alles egal. Ich stelle das Auto einfach irgendwo hin. Das Seminar beginnt gleich.

Ich greife meine Sachen, renne los. Schnappatmung. Noch fünf Minuten.

In diesem Moment ploppt eine WhatsApp-Nachricht von meinem Mann auf: «Ich wünsche dir einen erfolgreichen Tag.»

Ich renne weiter, muss schmunzeln und denke: Ja, ich mir auch!

Ich meinti

Im Auto stellt sich kurz so etwas wie Zuversicht ein. Ich habe reagiert und eine gute Lösung gefunden. Mir geht es fast schon wieder gut.

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Copyright 2025 Gabriela Renggli

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